Ersti-Aktion im Campus Center

Zum ersten Mal richtig Leben herrschte im niegelnagelneuen Campus Center zu Beginn des Wintersemesters. 
S-INSIDER war vor Ort, verteilte Gutscheine an die Massen und S-INSIDER-Redakteure befragten die Erstsemester nach ihren Wünschen und Erwartungen. 

Wo finde ich Hörsaal 4?

Von Uni und Studierenden gleichermaßen herbeigesehnt, wurde am 1. Juni 2015 endlich das Campus Center am HoPla feierlich eröffnet. 

Der fünfeckige Bau in der Moritzstraße fällt nicht nur durch seinen Alufarbenen Schimmer auf. Eindrucksvoll sind auch die schrägen Fenster entlang der Fassade, die einen Blick direkt auf die Hörsaalbänke ermöglichen, so dass man beim Vorbeigehen die laufenden Seminare und Vorlesungen beobachten kann.

Hier trifft man sich nicht nur, um Vorlesungen zu besuchen. Die besondere Atmosphäre in einem Hörsaal ist vielleicht eine der eindrucksvollsten im Studium. Während in der Schule alles noch sehr persönlich war, versammeln sich in Grundlagenveranstaltungen wie „Mathe I“ viele Hundert Studierende verschiedener Fachbereiche. Daneben sind hier zahlreiche Einrichtungen untergebracht, deren Hilfe man im ersten Semester gut gebrauchen kann. So z.B. die Service-Stellen des Studentenwerkes Kassel. Hier findet man unter anderem Unterstützung, wenn man auf Wohnungssuche ist. 

S-INSIDER war mit einer Promo-Aktion am 12. Oktober vor Ort. Dabei nutzten wir die Gelegenheit, um mit einigen Studierenden über ihre Wünsche fürs Studium sowie ihre ersten Eindrücken zu sprechen. 

Probleme mit der Orientierung im Campus Center? 

Die hilfsbereiten Damen am Infopoint haben nach eigenen Angaben „gefühlt“ allen 24.500 Studierenden der Uni Kassel bereits den Weg durch dieses Bauwerk geebnet. Trotzdem für Verwirrung sorgt manchmal die Nummerierung der Räume. So haben wir miterlebt, wie jemand nach dem Raum für seine Nachschreibklausur im Fach Soziale Arbeit gesucht hat. Am Ziel, dem Hörsaal 6, war ein ganz anderes Thema für diesen Tag angekündigt, nämlich „Einführung in die Anglistik“. Zum Glück konnte sich die Sache schnell aufklären, es handelte sich um den gleichnamigen Hörsaal eine Straße weiter. 

Von daher unser Tipp: Nicht nur den Namen des Hörsaals oder Seminarraums merken, sondern auch die dazugehörige Straße. Es gibt z.B. einen Hörsaal 6 im Campus Center, aber auch einen gleichnamigen Raum in der Arnold-Bode-Straße. 

Wer im neuen Campus Center nun an seinem Orientierungssinn zweifelt, dem sei hier eine Anekdote zum Trost erzählt: Während wir uns durch die Chill-Area mit den bunten Sitzsäcken bewegten, um einige Erstsemester nach ihren Eindrücken von der Stadt und dem Unileben zu befragen, konnten wir eine Architekturprofessorin mit ihrer Gefolgschaft beobachten, wie sie offensichtlich auch ihre Mühe hatte, den richtigen Eingang zu der Semesterauftaktveranstaltung des Fachbereiches Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung zu finden. An das neue Gebäude müssen sich eben alle erst einmal gewöhnen, auch wenn sie vom Fach sind.

In Erinnerung geblieben sind im Campus Center die vielen Erstsemestergruppen, erkennbar nicht zuletzt auch am originellen Outfit der Tutoren. So trägt man am Fachbereich Bauingenieurwesen im Wintersemester 2015/16 Bauhelme und orangefarbene Warnwesten. 

Ein großes Thema bei den Erstis war neben der Vorfreude auf selbstbestimmtes Lernen und auf viele interessanten Themen, mit denen man sich außerhalb der Uni vermutlich weniger auseinandergesetzt hat, die Wohnungssuche, aber auch das Pendeln. 

Während einige es noch als sehr entspannt empfinden, mit dem Zug vom Haus der Eltern in die Uni fahren zu können, ist es für andere Stress pur. Wer aus Göttingen mit dem Zug eine Vorlesung um 8 Uhr erreichen will, muss sein Zeitbudget gut im Griff haben. Für manche bedeutet dies, schon um 4 Uhr die Äuglein aufzusperren, um den Cantus um 6:14 Uhr zu erreichen und nach gut einer Stunde in Kassel einzutrudeln. 

Andere sahen gerade in der guten Verkehrsanbindung Kassels einen wesentlichen Grund, sich für den Studienbeginn hier zu entscheiden. Der gute Ruf der Universität tat sein übriges. Eher individuell, aber nicht weniger wichtig für viele ist, dass sie schon Freunde oder Geschwister in der Stadt haben. 

Anna-Paulin ist gespannt auf ihr Studium, da das Lernen nun offener und selbstbestimmter sein wird, als in der Schule. Ihr zweites Fach ist die Kunst, an der sie besonderen gefallen findet.

Franziska (21, Grundschullehramt) hat „Ja“ zu Kassel gesagt, weil es nahe ihrer Heimatstadt gelegen ist. Anne (20, Grundschullehramt) hat sich die Stadt erst einmal angesehen, fand Kassel aber spontan sehr sympathisch, sodass sie sich für das Studium hier entschieden hat. Beide freuen sich auf interessante Lehrveranstaltungen und erhoffen sich, dass sie gut auf den Beruf zur Lehrerin vorbereitet werden.

Julia (19) geht ohne besondere Erwartungen an ihr Studium heran und lässt sich davon überraschen, was auf sie zukommen wird.
Lisa (19), Janin (24), und Sara (19) hoffen, dass sie in ihrem Studium gute Grundlagen erlernen, um sich später weiterentwickeln zu können. Sie möchten sich aber noch nicht auf den späteren Beruf der Lehrerin festlegen. 

Jana (17, Wirtschaftswissenschaften) wünscht sich eine gute Orientierung für das spätere Berufsleben und hofft, dass die Inhalte ihres Studiums über BWL hinausgehen.

Maja (19, Germanistik) freut sich darauf, in den nächsten Semestern viel zu lesen, insbesondere Gedichte. Poetry Slam findet sie dabei besonders interessant. 

Sebastian (19), Rene (19) und Clemens (19, alle Architektur) wünschen sich von ihrem Studium, dass sie gut auf einen Beruf vorbereitet werden, der erfüllend ist und Spaß macht, aber auch bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bietet und ein höheres Gehalt als in einem Ausbildungsberuf. Nicht zu vergessen ist schließlich auch die Aussicht, einen Titel vor dem Namen zu haben. 

Anne-Marie (21, Grundschullehramt) wünscht sich von ihrem Studium auch, dass sie gute Grundlagen für den späteren Beruf erhalten wird. Das Pendeln von ihrem Heimatort nach Kassel stellt sich für sie derzeit noch recht entspannt dar. 

Aber nicht nur Erstsemester haben wir im Campus Center getroffen: Sarah (25, Soziale Arbeit) ist zur Zeit nicht in Hannover, sondern absolviert ein Praktikum in Berlin. In Kassel macht sie nur für einen Tag Station da sie daheim noch eine Klausur schreiben muss. 

Shanna (19), Anne (21) und Jana (19) studieren Architektur im dritten Semester. Es gefällt ihnen trotz bereits absolvierter Nachtschichten gut. Am Ende des Semesters hat man ein Modell, auf das man stolz sein kann. Leider kann man nicht alle seine Modellarbeiten behalten und muss das eine oder andere gute Stück am Ende des Semesters wegwerfen. 

(M.G.)

Ebenfalls auf den Weg zur Semesterauftaktveranstaltung des Fachbereiches ASL ist Jeremy (19, Architektur).