Was ist, wenn das BAföG nicht reicht?

Studieren und Geld haben das sind so zwei Sachen, die meist nicht so ganz zusammenpassen! 

Natürlich kann man sich mit einem Nebenjob ein wenig das Taschengeld aufbessern, aber nicht jeder Studiengang lässt es zu, dass zeitlich noch so viel Freiraum für eine Nebentätigkeit bleibt, ohne dass das Studium und die Noten darunter leiden müssen. Gerade in wichtigen Klausurenphasen oder in der Zeit der Abschlussarbeit. Die wichtigste Geldquelle zur Finanzierung des Studiums ist die Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Der maximale Förderungsbetrag des BAföG liegt momentan bei 670,00 Euro für Studierende die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Diesen Höchstbetrag bekommen aber auch nur die wenigsten, wenn man allein lebt, kann das Geld mal schnell knapp werden.

Miete und Lebensmittel müssen bezahlt, Bücher und Arbeitsmaterial für die Uni muss besorgt werden und am Ende des Semesters steht auch schon wieder der Semesterbeitrag an. Studieren kostet Geld!

Was kann man also tun, wenn das BAföG nicht reicht? Welche Möglichkeiten zur Finanzierung gibt es für Studierende noch?

Bildungskredit

Beim Bildungskredit geht es vor allem um die finanzielle Unterstützung von Studierenden in einer fortgeschrittenen Ausbildungsphase, beim Bachelor ab dem 3. Semester. Der Bildungskredit ist unabhängig vom eigenen Einkommen oder dem der Eltern. Studierende können hiermit einen zeitlich befristeten und zinsgünstigen Bankkredit beantragen. Das Kreditvolumen beträgt 1.000 bis 7.200 Euro. Der Kredit ist vier Jahre nach der ersten Auszahlungsrate in monatlichen Raten von 120 Euro zurückzuzahlen.
Weitere Infos gibt es beim Studentenwerk oder unter www.bildungskredit.de

KfW- Studienkredit

Der Studienkredit der KfW-Förderbank wird einkommensunabhängig gezahlt und richtet sich an volljährige Studierende. Die monatliche Förderung liegt hierbei zwischen 100 und 650 Euro. Dabei kann jeder entscheiden, wie viel Geld er semesterweise benötigt. Die hohen finanziellen Belastungen in der Rückzahlungsphase sollten jedoch ausreichend berücksichtigt werden.
Weitere Infos beim Studentenwerk oder unter www.kfw.de

Stipendium / Stiftung

Ein Stipendium ist wohl die günstigste Art der Studienfinanzierung, da es in der Regel nicht zurückgezahlt werden muss. Auswahlkriterien sind hierbei nicht nur gute Noten, sondern auch soziales Engagement und Persönlichkeit.
Unter www.studentenwerk-kassel.de/stipendien.html findet man die Ergebnisse der lokalen Stipendienrecherche als Download.

Studienabschlussdarlehen

Zum Studienabschluss können Studierende an hessischen Hochschulen beim Studentenwerk ein Studienabschlussdarlehen beantragen. Das Darlehen hat die Höhe von maximal 2.000 Euro und ist zinslos und mittelfristig. Die Rückzahlung beginnt spätestens ein Jahr nach der Auszahlung in monatlichen Raten von mindestens 50 Euro. Über den Antrag entscheidet eine Vergabekommission des Studentenwerks. 

Weitere Infos beim Studentenwerk:
Monika Briele (Studienabschlussdarlehen, Überbrückungsdarlehen)
Tel.: 0561.804 – 2569 
m.briele@studentenwerk.uni-kassel.de
www.studentenwerk-kassel.de/abschlussdarlehen.html

Studienabschlusshilfe

Um sich in der arbeitsintensiven Abschlussprüfungsphase finanziell abzusichern, besteht der Anspruch auf Studienabschlussförderung, sofern die Voraussetzungen vorliegen. Die Förderung ist für maximal 12 Monate und wird nur als verzinsliches Bankdarlehen bewilligt.
Weitere Infos Monika Briele

(R. L. V.)