Psychosoziale Beratungsstelle

Die Psychosoziale Beratungsstelle ist Teil des Beratungsangebotes des Studentenwerks der Universität Kassel. Die Beratung ist kostenlos und richtet sich an Mitarbeiter und Studierende der Universität. 

S-INSIDER Campus war im Gespräch mit Julia Thonfeld (Diplom Supervisorin und Abteilungsleiterin des Bereichs Beratung und Studienfinanzierung).

S-INSIDER Campus: Frau Thonfeld, wie lange gibt es die Psychosoziale Beratungsstelle schon?

Julia Thonfeld: Die Psychosoziale Beratungsstelle wurde 1973 an der damaligen Gesamthochschule Kassel gegründet. Seit Oktober 1992 ist sie beim Studentenwerk Kassel verankert.

S-INSIDER Campus: Wie viele Mitarbeiter hat die Beratungsstelle?

Julia Thonfeld: Die Beratungsstelle hat acht Mitarbeiter, die in Teilzeit arbeiten. Davon sind zwei im Sekretariat beschäftigt und sechs beratend tätig. 

S-INSIDER Campus: Mit was für Problemen kann man sich an die Beratungsstelle wenden?

Julia Thonfeld: Viele Studenten kommen aufgrund von aktuellen Krisen zu uns. Das können etwa Prüfungsschwierigkeiten oder Arbeitsblockaden sein, aber auch Beziehungsprobleme, Konflikte mit den Eltern, wie zum Beispiel dass die Ablösung aus dem Elternhaus schwerfällt. Auch Kontakt- und Selbstwertprobleme sind für viele ein Thema, weswegen sie zu uns in die Beratung kommen. Genauso wie Orientierungslosigkeit und Zukunftsangst. Für Studierende mit Migrationshintergrund können auch interkulturelle Schwierigkeiten Grund sein, bei uns einen Termin zu vereinbaren. Besonders für diese Studierende bieten wir auch Beratungen in Englisch und Französisch an. 

S-INSIDER Campus: Diese Problemkreise sind sicherlich weit verbreitet. Wie viele Studenten kommen denn jedes Jahr in Ihre Beratungsstelle?

Julia Thonfeld: Im Jahr 2012 hatten wir 374 neue Anmeldungen. Im Jahr 2013 waren es sogar 391. 

S-INSIDER Campus: Für viele ist es wünschenswert, möglichst zeitnah mit jemandem über ein Problem zu sprechen. Wie schnell bekommt man bei Ihnen einen Termin?

Julia Thonfeld: Innerhalb von 14 Tagen bieten wir ein Erstgespräch an. Außerdem haben wir Montag und Donnerstag von 13 bis 14 Uhr eine offene Sprechstunde, wo man hinkommen kann, wenn es dringender ist. 

S-INSIDER Campus: Wenn man nun nicht selbst ein Problem hat, sondern sich wegen jemand anderem Sorgen macht, was kann man dann tun?

Julia Thonfeld: Manchmal bekommen wir Nachfragen von Studierenden, die sich Sorgen um ihre Kommilitonen machen und fragen, wie sie helfen können. Wir raten dann dazu, dass sie ihren Freunden anbieten sollen, sie hierher zu begleiten und im Vorraum auf sie zu warten. 

S-INSIDER Campus: Wie viele Gespräche bieten Sie jemandem, der mit einem Problem zu Ihnen kommt, an?

Julia Thonfeld: Wir bieten maximal zehn Gespräche hier in der Beratungsstelle an. In Einzelfällen können es auch mal ein oder zwei mehr sein. Aber das ist eher selten. Die meisten kommen für drei oder vier Gespräche zu uns. In der Regel stellt sich während der Gespräche dann schnell heraus, ob die Anzahl ausreichend ist oder nicht.

S-INSIDER Campus: Und was ist, wenn jemand darüber hinaus Unterstützungsbedarf hat?

Julia Thonfeld: Dann verweisen wir an andere Beratungsstellen oder aber auch an Therapeuten. Auch hier kann unsere Beratung manchmal hilfreich sein, um Ängste, zum Beispiel vor einer Therapie, abzubauen. Aber das ist ganz individuell. Darüber hinaus bieten wir direkt in der Beratungsstelle Gruppen zu verschiedenen Themen an, wie etwa „Arbeitsblockaden lösen“, „Kontakt- und Selbstsicherheit“ und „Prüfungsängste“. Diese Gruppen laufen über ein Semester. Sein finden zu festen Terminen statt.

S-INSIDER Campus: Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt

Studentenwerke Kassel
Psychosoziale Beratungsstelle
Wolfhager Straße 10
Hofgebäude, Erdgeschoss
34117 Kassel
Tel.: 0561.804- 2800

Persönliche Anmeldung
Montag und Donnerstag 10 – 12 Uhr
Dienstag und Mittwoch 10 – 15 Uhr

E-Mail Erstkontakt
erstkontakt@studentenwerk.uni-kassel.de


Offene Sprechstunde
Montag 13 – 14 Uhr
Donnerstag 13 – 14 Uhr