Wenn ich groß bin werde ich ...

… Ultimate-Frisbee-Spielerin!

Rebecca Partsch, 20 Jahre alt, ist eine junge Studentin der Universität Kassel und studiert Mathe und Sport auf Lehramt im 3. Semester. Doch sie ist nicht nur angehende Lehrerin, sondern auch eines unserer größten deutschen Talente in der Sportart Ultimate Frisbee. Erst im letzten Sommer nahm sie zusammen mit ihren Teamkolleginnen der deutschen U23 an der Weltmeisterschaft 2013 in Toronto teil, bei der sie einen hervorragenden fünften Platz erreichten.

Rebecca entdeckte Ultimate im Alter von 15 Jahren für sich und spielt seitdem erfolgreich in den deutschen Nationalteams. Seit 2006 ist sie Teil der U23 Nationalmannschaft, zu der seit diesem Jahr auch ihre Schwester gehört, die vor drei Jahren von Rebecca ebenfalls mit dem Ultimate-Virus angesteckt wurde.

Die außergewöhnliche Sportart Ultimate Frisbee, die ursprünglich aus den USA stammt, ist ein Mannschaftssport, sieben gegen sieben, der sowohl Spielelemente aus dem Basketball als auch aus dem American Football übernimmt. Das Spielfeld hat wie beim Football zwei Endzonen, in denen die Wurfscheibe gefangen werden muss, um einen Punkt zu erzielen.

Ultimate Frisbee zeichnet sich vor allem durch den „Spirit of the Game“ aus, der das Fairplay und den Spaß am Spiel in den Vordergrund stellt. Ultimate kommt sogar ganz ohne Schiedsrichter aus, alle Entscheidungen werden von den beteiligten Spielern zusammen auf dem Feld getroffen. Auch für Rebecca Partsch ist dieser Gedanke das Reizvollste, wie sie im Interview verriet: „Ultimate ist für mich die beste Sportart der Welt. Sie ist fair und unglaublich vielseitig. Jeder kann seine Stärken einbringen und nur gemeinsam kann man seine Ziele erreichen. Beim Frisbee geht es um den Sport und nicht, wie man es am besten schafft, den Schiedsrichter auszutricksen.“

Diese Kollegialität und diesen Zusammenhalt hat sie vor allem bei der WM in Toronto erlebt. „Je länger wir spielten und je weiter wir uns im Turnier vorankämpften, desto stärker sind wir zusammengewachsen. Es war eine tolle Erfahrung zu erleben, wie Teamgeist und Siegeswillen eine Mannschaft zusammenschweißen können“, berichtet Partsch. Die stärksten Gegner waren die USA, Kanada und Japan, die sich zusammen mit Kolumbien nur knapp vor Deutschland platzierten. Die größte Herausforderung für die Mannschaft war, sich auf die international unterschiedlichen Spielweisen einzustellen, die teils sehr offensiv und angriffslustig waren (USA & Kanada), teils aber auch geprägt von sehr schnellen Spielzügen (Japan).

Die nächsten Ultimate-Weltmeisterschaften stehen in eineinhalb Jahren wieder an, für Rebecca vielleicht dann schon bei den Frauen. Doch die Vorbereitung auf ein solches Turnier ist sehr zeitaufwendig, kostenintensiv und fordert eine strenge Disziplin. „Die Universität Kassel kam mir bei der diesjährigen WM sehr entgegen, sodass ich Prüfungen vorziehen oder verschieben konnte, andernfalls wäre meine Teilnahme unmöglich gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Auch S-INSIDER CAMPUS unterstützt das Sporttalent mit einem Sponsoring, welches vor allem die Reise nach Kanada zur WM ermöglichte.

Auf regionaler Ebene ist Partsch in der Kasseler Mannschaft „Himmelstürmer“ aktiv, die Ultimate Frisbee auch als Hochschulsport anbietet. Jeder der interessiert ist, hat die Möglichkeit bei einem Training reinzuschnuppern und die ungewöhnliche Sportart kennenzulernen. Vielleicht spielen in einem halben Jahr dann Sie an der Seite von Rebecca Partsch und sind Teil der „Himmelstürmer“. Schauen Sie einfach auf der Seite des Hochschulsports der Universität Kassel vorbei unter www.uni-kassel.de/hochschulsport.