Nebenjob Modebloggerin!

In Modezeitschriften wird über ihren Style diskutiert, auf Fashionshows sitzen sie mittlerweile in der ersten Reihe und jeden Tag klicken etliche Leserinnen und Leser ihre Postings an. Die Rede ist von Modebloggern.

Fast niemand sonst hat heutzutage einen so großen Einfluss darauf, was man morgen tragen sollte oder lieber nicht. Dabei sind es eigentlich ganz „normale“ Mädchen von nebenan, die im World Wide Web ihre Outfits zeigen, ihre Shoppingausbeute präsentieren und persönliche Tipps rund um das Thema Fashion geben.

Eine von ihnen ist Sarah, die an der Universität Kassel Wirtschaftspädagogik studiert. Mit S-INSIDERCampus hat die 21-Jährige Modeliebhaberin über die Bloggerwelt, neue Trends und ihre Inspirationen gesprochen.

 

S-INSIDERCampus: Warst du schon immer so modebewusst und wie bist du darauf gekommen, einen eigenen Blog zu starten?

Sarah: Lange bevor ich selbst angefangen habe zu bloggen, habe ich täglich die Blogs von anderen Mädels gelesen. Das hat mein eigenes Modeinteresse ziemlich verstärkt und mich inspiriert, meinen eigenen Stil zu entwickeln. Denn eigentlich habe ich mir über solche Dinge, bevor ich ca. 17 war, noch keine Gedanken gemacht.
In meinem Umfeld wurde ich dann oft auf meine Outfits angesprochen und gefragt, wo ich meine Klamotten kaufe. Das war dann auch einer der Gründe, warum ich meinen eigenen Blog gegründet habe. Heute liebe ich es einfach, mit Mode zu experimentieren und meine eigenen Leserinnen zu inspirieren.

S-INSIDERCampus: Warum glaubst du, sind Modeblogs in den letzten Jahren so erfolgreich geworden? Was macht einen Blog so interessant und lesenswert?

Sarah: Über die Jahre hinweg hat sich eine riesige Internet-Community gebildet und junge Leute verbringen einfach viel Zeit online. Somit erreicht man eben auch eine unglaublich große Menge weltweit. Außerdem sind Bloggerinnen für viele junge Mädchen als Vorbild einfach realer. Man kann sich besser mit ihnen identifizieren als mit irgendwelchen Supermodels und Stars in Modezeitschriften. Es besteht ein Kontakt zwischen Blogger und Lesern, was das Ganze persönlicher macht. Den Erfolg haben sich somit natürlich auch große Modefirmen zu Nutze gemacht, denn neue Klamotten lassen sich durch erfolgreiche Modeblogs viel besser vermarkten.

S-INSIDERCampus: Du postest regelmäßig Fotos und drehst sogar eigene Videos rund um das Thema Fashion. Wie schafft man es, neben dem Studium so viel Zeit für das Bloggen zu finden?

Sarah: Fotografieren, Bilder bearbeiten, Texte verfassen, Videos drehen und schneiden, das alles macht mir einfach riesigen Spaß und ist als Hobby ein guter Ausgleich zum stressigen Uni-Alltag. Ich setze mich einfach gern mit dem Thema Mode auseinander, und da kann es schon einmal vorkommen, dass ich bis spät in die Nacht am Laptop sitze und an einem neuen Post arbeite.
Natürlich steckt da auch viel Arbeit hinter, aber bisher haben Uni und Blog immer ganz gut miteinander harmoniert. Vor allem habe ich das Glück, dass mich meine Familie dabei sehr unterstützt, mein Bruder schießt viele meiner Outfit-Fotos und meine Mutter ist eine meiner größten Kritiker, was sehr hilfreich ist.

S-INSIDERCampus: Einige junge Frauen, sind mit ihrem Modeblog regelrecht berühmt geworden, haben das Bloggen zu ihrem Job gemacht, bekommen das meiste ihrer Kleidung gesponsert und werden auf zahlreiche Events eingeladen. Ist dies das Ziel jeder Bloggerin, und wo siehst du dich mit deinem Blog in ein paar Jahren?

Sarah: Als ich damals angefangen habe zu bloggen, wusste ich nicht, dass man damit tatsächlich Geld verdienen kann. Ich bin da eher planlos an die Sache ran gegangen und an erster Stelle stand mein eigener Spaß und vielleicht die Absicht, ein paar Leser gewinnen und inspirieren zu können.
Nach etwa einem Jahr kamen erste Kooperationsanfragen, die mich natürlich stolz gemacht und mich ermutigt haben, auch eigene Anfragen zu starten. In diesem Zusammenhang konnte ich bisher ein paar Gewinnspiele auf meinem Blog veranstalten, bei denen meine Leser tolle Produkte gewinnen konnten.
Man bekommt aber auch viele Absagen, so einfach, wie viele sich das vorstellen, ist es nicht. Natürlich freut sich jedes Mädchen, wenn es schöne Kleidung geschenkt bekommt, ich würde lügen, wenn das nicht auch bei mir der Fall wäre. Mir ist aber wichtiger, meinen eigenen Stil nicht zu verlieren und ich selbst zu bleiben. Ich würde nichts gezwungenermaßen tragen, nur um ein paar Kooperationen zu gewinnen.

S-INSIDERCampus: Kassel ist ja nicht gerade als Modemetropole bekannt, findest du hier trotzdem auch Input für deinen Blog und wo kaufst du gerne ein?

Sarah: Ich mag es, dass in Kassel jeder für sich sehr individuell ist und viele Leute Modetechnisch ihr eigenes Ding machen. Natürlich kann man das nicht mit Berlin oder Paris vergleichen, aber auch hier sehe ich täglich coole Styles und finde neue Ideen. Ich kaufe gern in den typischen Modeketten ein, liebe aber auch die kleineren Läden, die ein paar außergewöhnlichere Stücke im Sortiment haben.

S-INSIDERCampus: Was ist dein Trend für den kommenden Sommer und was wird man in der nächsten Zeit auf deinem Blog zu sehen bekommen?

Sarah: Auch in diesem Sommer wird wieder viel im Hippie-Style zu sehen sein, wie Röcke und Oberteile mit Fransen. Sneaker in allen Formen und Farben, dazu die neuen „Girlfriend“-Jeans mit hohem Bund. Ich freue mich total auf den Sommer und mein Blog wird gefüllt sein mit Outfits, Frisuren und neuen Beautyprodukten, die geradezu nach sommerlichen Temperaturen schreien.

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